Lesung der Autorin Danise Juno

By Feli_Cia, 14. September 2016

Am Samstag, 03.09.2016, war ich auf einer Lesung von der Autorin Danise Juno. Sie hat aus ihren beiden Büchern „Herbstlilie“ und „Death Cache“ vorgelesen. Man hat ihr angemerkt, dass sie sehr nervös war, denn sie hat zunächst sehr schnell gelesen und war ziemlich hektisch. Schade war, dass sie den Charakteren, keine spezielle Stimme gegeben hat. So etwas wünsche ich mir immer.

Sie hat in einem ehemaligen alten Bauernhof (fast mitten in Köln!), vorgelesen. Er heißt „Vier Raben“ und ist zur Straße hin ein Blumengeschäft. Hinten gibt es aber die Kleinkunstbühne. Danise Juno hat die Lesung im Hof gemacht. Wir hatten richtig Glück mit dem Wetter.
Sie ist eine sehr nette Frau. Ich habe kurz mit ihr geredet. Jetzt möchte ich euch aber natürlich erzählen, worum es in den beiden Büchern geht. Ich fange mal mit „Herbstlilie“ an:

Der Thriller beginnt in der Vergangenheit auf einem Bauernhof. Ein Dienstmädchen betritt den Raum – vollgepackt mit Holz für den Kamin. Die Hausherrin friert, dennoch muss sie das Dienstmädchen aufhalten, denn ihr Gatte achtete sehr auf Sparsamkeit und duldete keine Verschwendung von Holz. Sie sagt dem Mädchen, dass es gerade so viel nachlegen soll, wie es nötig ist, um das Feuer am brennen zu halten. Es klopft an der Tür und ihr Gatte tritt besoffen ein. Er beschwert sich, dass es ihm zu kalt ist und fährt seine Frau an. Sie wusste, dass sie es ihm nicht recht machen kann. Hätte sie Holz nachgelegt, hätte er sich sicher über die Verschwendung aufgeregt.
Ihr Mann setzt sich in den Stuhl und verlangt, dass sie ihm ihr Kind bringt. Seine Frau sagt ihm, dass sein Sohn schlafe, dass sie ihm aber ihren Sohn am Morgen bringen würde. Ihr Gatte springt erbost auf, mit Schwung , sodass der Stuhl umfällt. Sie beruhigt ihn und geht schließlich doch in die Kammer ihres Sohnes. Oben angekommen überlegt sie, was sie machen soll. Wenn sie ihm das Kind bringt, würde er es töten!
Sie wickelt ihr Kind in eine dicke und warme Decke und öffnet das Fenster. In diesem Augenblick, knallt die Tür auf und ihr Gatte platzt herein. Er brüllt sie an und schlägt sie. In ihrer Not lässt sie ihr Kind aus dem Fenster fallen und betet, dass jemand ihre Hilferufe hören und ihr Kind retten wird.
Dann hört sie ein Rascheln und sie sieht einen Schatten, der über den Hof huscht. Sie hofft, dass ihr Kind nun in Sicherheit gebracht wird, doch dann hört sie einen Schrei …

2010: Die junge Julia und ihr Mann suchen nach einem neuen Zuhause, für ihre Kinder und sich. Ihr Mann zeigt ihr schöne und moderne Häuser, aber sie hat sich in einen alten, renovierungsbedürftigen Bauernhof verliebt. Sie liebt alles, was alt ist, wohingegen ihr Mann lieber Neues mag. Aber er ist bereit das Haus ihr zuliebe zu kaufen und zu renovieren.
Im Haus entdeckt Julia eine Kammer, die über und über mit alten Möbeln vollgestellt ist. Freudig macht sie sich ans Werk und sortiert die Möbel aus. Dabei findet sie eine alte, große Kiste. Sie versucht sie zu öffnen, aber das Schloss verhindert dies. Zusammen mit ihrem Mann beschließt sie, die Kiste vorübergehend ins Wohnzimmer zu stellen.
Am Abend recherchiert sie über den Hof, dessen frühere Besitzer und die damit verbundenen Legenden und Geschichten. Als Anhaltspunkt dienen ihr die Namen auf einer Tafel am Kamin. …

Sprung in die Vergangenheit: Ein Mann geht über den Bauernhof und sieht sich noch einmal alles an. Draußen wartet ein Freund auf ihn. Dieser bringt einer Tafel für den Kamin. Auf ihr steht der Name seiner Frau und sein eigener. Nachdem der Mann den Freund für seine Arbeit gelobt hat, reist dieser wieder ab. Kurz danach kommt der Schwiegervater und bringt ihm seine frisch angetraute Ehefrau. Zusammen tragen sie die Möbel ins Haus …

Sprung zurück in die Gegenwart: Julia und ihr Mann liegen schlafend im Bett. Plötzlich wacht Julia auf. Ein Geräusch hat sie geweckt. Leise steht sie auf und lauscht an den Türen ihrer Kinder. Doch dort ist nichts Verdächtiges zu hören.
Also geht sie runter in die Küche und schüttet sich erst einmal ein Glas Milch ein. Da! Ein Geräusch aus einer hinteren Ecke. Ein Blumentopf fällt herunter. Julia schreit und lässt die Milchpackung fallen, deren Inhalt sich über den Holzfußboden ergießt.

Ich glaube hier ist eine gute Stelle um aufzuhören, und euch neugierig auf das Buch zu machen. Den Anfang des Triller fand ich sehr interessant und schön. Ich habe dieses Buch auch auf meine Leseliste gesetzt.

Hier noch der Text von der Rückseite:

„Es ist Liebe auf den ersten Blick, als Julia Meinert auf dem alten Bauernhof nahe Dülmen eintrifft. Fasziniert von der Geschichte des alten Guts in Limbergen stöbert Julia immer tiefer in der düsteren Vergangenheit. Seit dem 18. Jahrhundert häufen sich hier mysteriöse Todesfälle. Bei ihren Nachforschungen stößt Julia auf eine uralte Legende: 1690 soll ein todbringendes Wesen ein Kind nach dem anderen zu sich geholt haben. Gibt es etwa einen Zusammenhang zwischen den tragischen Ereignissen und der Sage?
Als sich im Leben der Meinerts plötzlich ungewöhnliche Vorfälle häufen, scheinen die Grenzen zwischen Legende und Realität zu verblassen …“

 

 

Dann mal zu „Death Cache“:
Diesen Roman fand ich nicht so gut wie „Herbstlilie“. Er war sehr unübersichtlich und wurde oft aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Ich bin gar nicht mitgekommen. Die Personen aus diesen Buch hassen sich fast alle untereinander. Wenn einer den anderen dann doch sympathisch fand, fand der andere in unsympathisch, sodass man sich nicht wirklich ein Bild von den Leuten machen konnte. Ich kann leider nicht genau erzählen was Danise Juno vorgelesen hat, weil ich mit den Perspektivenwechseln kaum zurecht kam. Es ging um Geocaching. Im Prolog des Romans wird ein Mann tot aufgefunden. Sein Kopf ist fast vom Körper abgetrennt worden.

Das erste Kapitel:
Ein Mann namens Michael klettert in den Bäumen und sucht nach dem Geocachesignal um einen Schatz zu finden. Hoch oben auf einem Baum erkennt er Mistelzweige. Ein gutes Versteck für den gesuchten Schatz. Als er die Zweige zur Seite schiebt, liegt dort allerdings ein toter Hase.
Das versetzt Michael zurück in die Vergangenheit:.Als er noch sehr jung war, ist er von einem anderen Jungen verprügelt worden. Michael geht in den Stall um sich sein blutverschmiertes Gesicht zu waschen. Als er den Wasserhahn aufdrehte, fließt sofort helles, halbwegs sauberes, Wasser heraus. Das findet er komisch, denn normalerweise dauerte es eine Weile, bis es nicht mehr voller Rost ist. Nun aufmerksamer schaut er sich um. Die Tür zu den Kaninchen ist einen Spalt weit geöffnet. Dort drinnen ist sein bester Freund Jack, ein Kaninchen mit weichen schwarzen Fell.
Michael geht mit einer dunkeln Vorahnung rein, bricht augenblicklich in Tränen aus: die Türen zu den Käfigen sind alle geöffnet. Der Junge findet einen Stiefel, aus dem eine dunkle Flüssigkeit herausläuft.
Langsam, ganz langsam geht er näher heran, fasst in den Schuh. Seine Hände berühren etwas Kaltes, Flauschiges. Er zieht es heraus und sieht in die toten Augen eines weißen Kaninchens. Er weint noch heftiger und greift noch einmal in den Stiefel und holt ein weiteres lebloses Kaninchen hervor. Er legt es neben das andere. Beide sind zerquetscht und blutverschmiert. „Jack“ murmelt er und greift wieder in den Stiefel. Erst denkt er, dass dort nichts mehr wäre. Doch dann stößt er mit den Fingern auf etwas weiches Warmes. Er zieht auch dieses heraus. Auf seiner Handfläche liegt ein kleines, halb zerquetschtes Kaninchen mit schwarzem Fell: Jack! Wer konnte so etwas tun? Michael flüstert „Es tut mir Leid Jack“ und bricht ihm mit einer schnellen Bewegung das Genick, um ihn von seinen Schmerzen zu erlösen.

Zurück in der Gegenwart, fällt Michael vor Schreck vom Baum und hängt nun in den Ästen. Mühsam klettert er wieder hoch und blickte erneut in die Augen des Kaninchens, dass er für den toten Jack gehalten hat. Doch beim genaueren Betrachten erkannt er, dass dies natürlich ein ganz anderes Kaninchen ist. Er ärgert sich über sich selbst und findet schließlich in einem Loch im Baum den Schatz.

Nächstes Kapitel:
Ein Mann ist auf einem Geocachingtreffen und versucht die wahre Identität von einem Geocacher namens Sammaël herauszufinden.

Hier wieder die Rückseite:

„Ein Mann liegt tot im Wald. Enthauptet. In unmittelbarer Nähe eine als Geocache getarnte Falle. In der Geocaching-Szene scheint ein erbitterter Kampf um die Toplist der besten Cacher ausgebrochen zu sein. Angeführt von einem Spieler namens Sammaël, den niemand persönlich kennt. Als Michael Tonelli sich an dessen Spuren heftet und versucht Sammaëls wahre Identität zu lüften, gerät er ins Visier eines Killers. Schon bald muss Michael erkennen, dass er von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt wird. Geocaching wird mehr und mehr zum Trend, doch ist diese GPS-Schatzsuche wirklich so ungefährlich oder überdeckt der Nervenkitzel einfach jegliche Gefahr?“

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