Anne Frank Tagebuch

By Feli_Cia, 31. März 2019

Hi Leute, im Moment haben wir in der Schule den 2. Weltkrieg als Thema und somit natürlich auch das Thema Judenverfolgung: Aus diesem Grund haben wir das Buch „Anne Frank Tagebuch“ als Lektüre bekommen. Natürlich haben erst einmal alle genervt gestöhnt, doch nachher waren fast alle der Meinung, dass dieses Buch ziemlich gut geschrieben wurde. Aber erst einmal zum Inhalt:

Anne Frank bekam am 12. Juni 1942 ihr Tagebuch zu ihrem 13. Geburtstag. Sie schien sich damals ziemlich einsam zu fühlen. Sie hatte zwar ziemlich viele Freunde, doch ihr fehlte „die Freundin“. Als Ersatz nahm sie ihr Tagebuch und nannte es „Kitty“. Kitty sollte sie von nun an begleiten.
Ihre ersten Einträge sind die gewöhnlichen Einträge eines jungen Mädchens, das von ihren Problemen, ihrer Familie und ihren Freunden erzählt. Allerdings ist auch sie von den vielen Juden-Gesetzen betroffen. Als dann eines Tages ihre Schwester in ein Arbeitslager für Juden gehen soll, ändert sich alles: Ihr Vater hat in den letzten Monaten ihre Flucht genau geplant: Seine Firma war „offiziell“ in neuem Besitz und ein kleiner versteckter Anbau wartete dort auf sie. In der Nacht packen sie ihr wichtigstes Hab und Gut und verschwinden. Ihre Mutter hinterlässt eine Adresse für einen Freund, die jedoch von diesen vernichtet wird, sodass niemand erfährt, wo sie seien und erzählt allen, sie hätten die Flucht ins Ausland geschafft.
Annes neues Zuhause ist das „Hinterhaus“. Ein versteckter Anbau in der Firma ihres Vaters. Der einzige Eingang ist hinter einem Regal versteckt, das nur mit einem bestimmten Mechanismus zu öffnen ist. In dem kleinem Anbau leben jedoch nicht nur sie und ihre Familie, sondern auch die Familie van Daan (Sie hat die Namen der meisten Person geändert, um sie zu schützen. Eigentlich hießen sie van Pels). Ihr Zimmer teilt sie sich zunächst mit Margot, Peter van Pels bekommt als einziger Sohn sein eigenes Zimmer. Otto Frank teilt sich mit seiner Frau ein Zimmer und Herr und Frau van Daan wohnen im Esszimmer, das an Peters Zimmer angrenzt.
Die aufgedrehte und wilde Anne muss sich erst an das Leben im Hinterhaus gewöhnen, denn strenge Regeln und vor allem Stille gehören zur Tagesordnung. Damit niemand sie entdeckt, werden alle Fenster verdeckt, nur zu bestimmten Zeiten sind Toilettengänge möglich und laute Aktivitäten sind ausnahmslos verboten. Da Anne mit ihrer aufgeweckten Art alle um sich herum aufregt, findet sie in ihrer Kitty eine Gesprächspartnerin, der sie alles erzählen kann.
In ihrem sehr eintönigen neuen Alltag spielt das Radio eine große Rolle: Nachrichten von BBC werden Abends mit Spannung verfolgt, während deutsche Sender mit der Propaganda natürlich verboten sind.

So, mehr möchte ich nicht verraten. Ich selbst fand das Buch sehr gut geschrieben. Anne Frank wäre sicher eine tolle Autorin geworden. Ihre Erlebnisse sind beeindruckend aber auch bedrückend. Sie beschreibt genau ihre Gefühle und ihre Eindrücke. Es ist traurig, wenn man von ihren Zukunftsträumen liest, wo man genau weiß, dass sie sich nie erfüllen werden.
Manchmal musste ich auch den Kopf schütteln und sagen: “Oh…Anne.“, wenn sie zum Beispiel versucht heraus zu finden, was es mit der Sexualität auf sich hat. Ihre Aufklärung bekommt sie nämlich von Peter, der ihr den Aufbau des Körpers an einer Katze und an ihnen selbst erklärt.
Ich habe angespannt gelesen, wie in die Firma eingebrochen wird und alle voller Angst abwarten, ob die Polizei kommt und sie verhaftet oder sie noch etwas weiterleben dürfen und war mit Anne traurig, wenn sie über das Schicksal ihrer Freundinnen nachdachte. Es ist zweifellos ein sehr emotionales Buch und ich kann euch nur empfehlen es zu lesen, wenn ihr wissen wollt, wie der Holocaust für die Betroffenen war und nicht nur die einfachen geschichtlichen Daten der Geschehnisse.

Ich hoffe euch hat diese Rezension gefallen,
eure Feli